Kategorie-Archiv: Sri Lanka

Der Tag danach: Lazy Day nach dem Yala Nationalpark

Ein Tag im Yala Nationalpark (Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4) kann einen ordentlich schaffen. Wenn man ständig aufmerksam ist und alle Eindrücke erfassen will, ist man nach einem Tag vollkommen geschafft. Die Hin- und Rückfahrt war ebenfalls ermüdend. Daher sind wir am nächsten Tag vollkommen geschafft und haben kaum Lust, uns zu bewegen. Umso schöner ist es, einen kleinen, privaten Garten hinter dem Haus zu haben und in der Stille Energie zu tanken.

Nach der Dusche im freien Himmel, gehen wir zum Frühstück. Neue Gäste sind angekommen, jedoch ist jeder ruhig und entspannt beim Frühstück. Keine lauten Menschen, man spürt, dass die Menschen hier wirklich Ruhe suchen und auch wollen. Die Kellner sind wie immer sehr aufgeschlossen, zuvorkommend und sehr aufmerksam. Wir bekommen wieder einen frischen Saft auf den Tisch gestellt und am Buffet ist es wieder sehr singalesisch. Der Tag danach: Lazy Day nach dem Yala Nationalpark weiterlesen

Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 4)

Immer tiefer dringen wir in den Park ein und kommen an einer Küste an. Wir dürfen den Jeep verlassen und uns die Beine vertreten. Hier steht u.a. das Fundament eines Hauses und die Mittelstütze steht auch noch dort. Eine Gedenktafel dokumentiert, dass dieses ein Tempel war und vom Tsunami in 2004 weggespült wurde. Es scheint, dass dieses Haus das symbolisch Erste auf Sri Lanka war, welches vom Tsunami weggespült wurde. Jedoch blieb das Fundament an Ort und Stelle und die Hauptstütze dieses Tempels hielt den Flutwellen stand. Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 4) weiterlesen

Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 3)

Nach der epochalen Zeitreise ins alte, und ursprüngliche Sri Lanka, sitzen wir wieder im Bus und werden zum nächsten Ort gefahren. Während der Fahrt frage ich mich, wie die Frau die Maske nach Hause bringen wird. Für einen Hackenporsche ist dieses Ungetüm viel zu groß. Wir kommen an einem Hotel an. Der Guide erklärt uns, dass wir hier etwas essen können und sollten, da es im Park nichts zu essen gibt. Das wäre die letzte Chance. Da wir ohnehin schon Mittag haben und lange nichts gegessen haben, kommt uns das ganz gelegen. Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 3) weiterlesen

Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 2)

Wir fahren weiter auf dem Highway durch die Städte Polgahamulla, Tangalla, Ranna an der Stadt Hungama vorbei. In der Nähe dieser Stadt gibt es ein Vogelschutzgebiet – das Kalametiya Bird Sanctuary. Wir fahren jedoch daran vorbei zum Bundala Nationalpark, der gleich hinter der Stadt Hambantota liegt. Der Bundala Nationalpark ist ein Marine-Nationalpark und bietet vielen Vogelarten, insbesondere Wasservögeln, ein Rückzugsgebiet. Zugvögel aus aller Welt kommen hierher und verbringen den Winter. Wir bemerken schnell, dass das fast 3300 Hektar große Gebiet, von der Größe vergleichbar mit der Ostfriesischen Insel Borkum, eine eigene Tour wert wäre. Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 2) weiterlesen

Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 1) auf dem Weg

Wer meint, den Yala Nationalpark mit einer Jeep-Tour entdeckt zu haben, der irrt sich gewaltig. Der Park ist in etwa so groß wie Berlin und Hamburg zusammen. Wer kann beide Städte in nur einigen Stunden durchstreifen? Aber ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die wilde Natur wirklich ist, bekommt man mit einer Jeep-Safari in jedem Fall. Es lohnt sich. Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 1) auf dem Weg weiterlesen

Die Zauberwirkung von Coca Cola auf die Einheimischen

Nach der langen erlebnisreichen Fahrt tuckern wir entlang an saftigen Teeplantagen, zurück in Richtung Habaraduwa.
Wir sind hungrig und sagen Sunil wir möchten ihn zum Essen einladen und er soll an einem Restaurant halten, wo Einheimische und weniger Touristen essen.
Er ist doch etwas ratlos und muss eine Weile überlegen, was auch verständlich ist, denn er „geht“ eigentlich nie Essen. Doch schließlich halten wir an einem kleinen, schäbig wirkenden Laden namens „beach view“ obwohl man kein Meer sondern nur die staubige Straße sah. Wir ließen uns erschöpft aber glücklich an einem dreckigen Tisch, neben einem Ventilator, nieder. Der Laden liegt ca. 240 Meter östlich vom Bahnhof Habaraduwa, am CGHW Highway.

Sunil ist sehr bescheiden und möchte eigentlich gar nichts bestellen – nur eine Coca Cola. Wir bestellen einfach verschiedene Sachen von der Karte und Gerichte, die nicht auf der Karte stehen und drei Cola. Verschiedene Currys, verschiedenes Gemüse, Fleisch und Fisch und nun langt auch Sunil zu – hauptsächlich bei den Fritten.

Wir werden müde vom Essen, nur Sunil ist völlig aufgedreht nach seiner Cola, die bei ihm mächtige Wirkung zeigt. Wir unterhalten uns über Koffein, darüber wußte er noch nichts und er war sehr beeindruckt. Offensichtlich erklärte das endlich für ihn Einiges.

Er erzählt uns im Gegenzug eine Menge über Sri Lanka – er verfügt über ein breites Wissen was sein Land und seine Bevölkerung angeht. Dann erzählte er seine Lebensgeschichte – wie er mit viel Glück den Tsunami überlebt hatte, wobei er mit einem gebrochenen Arm, der nicht mehr richtig zusammengewachsen ist, davon gekommen ist.. und dem Glück seiner Familie, da ihr Häuschen etwas erhöht in der Region um den Koggalla-See liegt.
Wegen des Armes darf er seiner vorigen Tätigkeit: Chauffeur in „richtigen“ Autos, für „feinere Touristen/Geschäftsleute“ nicht mehr nachkommen und darf nur noch Tuk-Tuks fahren. Uns wird klar woher seine Intelligenz kommt und wieso er so anders als die anderen Tuk-Tuk-Fahrer wirkt.

Sri Lanka by Tuk Tuk – Teil 6

Wir tuckern weiter durch den Urwald durch die unberührte Natur und ab und zu sieht man ein paar Affen, die sich über unseren Köpfen hin und her schwingen. Die Mittagszeit ist nun langsam überstanden aber wir merken, dass wir langsam müde werden und eine Pause brauchen.

Sunil möchte uns jedoch noch vorher eine Teeplantage zeigen und so halten wir noch durch. Auf dem Weg raus aus dem Urwald, zur nächst größeren Strasse, fällt uns noch eine kleine versteckte Hütte am Wegesrand auf, von wo aus uns ein alter Mann winkt. Er hat ein Schild vor der Hütte und wir fragen Sunil, was er anbietet.
Das sei nur ein Horoskop-Mann, winkt Sunil ab und fährt weiter.
Wie teuer?
Sunil bremst ab und ruft Richtung Hütte und der alte Mann ruft zurück.
500 für uns Beide.
Wir entscheiden uns auch dieses Erlebnis mitzunehmen, warum nicht ?!
Ein fast zahnloser, alter Mann empfängt uns an der Tür. Zwei ebenfalls zahnlose Frauen mit zerstruppten Haaren huschen kichernd und interessiert beobachtend im Hintergrund umher.
Wir sitzen in der kleinen Bretterbude und überall liegen alte, große Bücher herum.
Erdal beginnt mit der Sitzung und der Horoskop-Mann beginnt aus seinen Händen zu lesen…..

Ca. 1,5 Std später sind wir Beide fertig. Mit der Übersetzung gab es hier und da Schwierigkeiten, da der Horoskop-Mann nur schlecht Englisch sprach und so Sunil als Übersetzer fungierte, der aber auch nicht immer wußte, wie er es genau übersetzen kann. Aber mit viel Umschreibungen sind wir nun schlauer geworden. Zum Abschluß knüpft er für Julia noch eine Art Armband und singt ein Schutz-Mantra.
Wir werden sehen…