Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 3)

Nach der epochalen Zeitreise ins alte, und ursprüngliche Sri Lanka, sitzen wir wieder im Bus und werden zum nächsten Ort gefahren. Während der Fahrt frage ich mich, wie die Frau die Maske nach Hause bringen wird. Für einen Hackenporsche ist dieses Ungetüm viel zu groß. Wir kommen an einem Hotel an. Der Guide erklärt uns, dass wir hier etwas essen können und sollten, da es im Park nichts zu essen gibt. Das wäre die letzte Chance. Da wir ohnehin schon Mittag haben und lange nichts gegessen haben, kommt uns das ganz gelegen. Als wir die Preise auf der Karte sehen, wissen wir, wo wir gelandet sind. OK, es ist ein Hotel und wir haben auch noch die Möglichkeit, uns die Beine etwas zu vertreten, uns auf der Toilette etwas frisch zu machen und uns von der Masse der Leute abzukoppeln. Wir essen etwas und trinken noch ein kaltes Getränk. Während wir unser frisches und leckeres Curry genießen, hat die All-Inclusive-Fraktion die Lunchpakete ausgepackt. Wurst und Käse Stulle Deluxe mit einem Ei als Topping und dazu Trinkepäckchen und Banane zum Dessert. Lecker!!! Schon sind wir endlich nahe unserem Ziel: Die Jeeps kommen. Jeeps? Nein, das sind Tata-Pickups und keine Jeeps.

Egal, ab in die einsame Wildnis!

Wir fahren eine ganze Weile, bis wir das Tor zum Yala-Nationalpark passieren. Während der Fahr t schaue ich mir die reduzierte Nachbarschaft an: Ein älterer Mann, die Abba-Warrjum-Chabe-icch-harte-Niejppel-Tante und ihre Freundin und eine kettenrauchende Sex-Touristin. Während der Fahrt unterhalte ich mich mit dem älteren Mann. Er erzählt mir sofort, wo er denn überall war und die Liste ist nicht kurz. Ich stelle ihm zu den Ländern einige Fragen und wie es war, als er die Länder bereist hatte und ob er ein Land öfter bereist hat. Es ist immer toll, von einem Reisenden Geschichten zu hören. Der Fahrer und zugleich auch der Ranger, erklärt uns, dass wir nur auf seine Anweisung den Jeep verlassen dürfen. Ansonsten: Keinen Fuß auf den Boden setzen.

Wir fahren als erstes in ein Museum. Dort gibt es auch einen kleinen Stand, an dem Wasser und Snacks verkauft werden. Ich greife mir gleich zwei große Flaschen Wasser. Das werden wir brauchen, denke ich mir. An diesem Ort sind auch sehr viele Soldaten. Wieso, denke ich mir, aber ich finde keine Antwort. So viele Wilderer wird es bestimmt nicht geben und auch wenn, dafür reicht diese Horde an Soldaten dann wiederum doch nicht aus. Im Museum ist das Übliche zu sehen: Ein Tierskelett, hier ist es ein Krokodil, einige eingelegt Tiere und hier und dort sind Tafeln mit Pflanzen und Tieren.

Es geht weiter und wir haben nun fast 13 Uhr. Das ganze hin und her hat insgesamt 6 Stunden gedauert. Mit unserem Jeep geht es in die Wildnis. Der Ranger hat ein gutes Auge und fährt uns da hin, wo die ganzen Tiere sind, von wo man am besten Beobachten kann. Ab und zu hält er an, um uns einen Vogel zu zeigen. Wir halten alle drei bis vier Minuten, weil es Vögel zu sehen gibt. Aber nicht nur, es gibt auch Elefanten, Krokodile, Warane und etliche andere Tiere zu bestaunen. Was uns Beide aber mehr interessiert, sind die Landschaften. Seen, Bäche, Wälder, Baumgruppen, Wiesen wechseln sich ab und der Blick scheint unendlich in den Nationalpark zu gehen. Man schaut ins Unendliche. Unendlicher ist nur der Weltraum. Als Stadtmensch ist man es nicht gewohnt, so weit zu schauen. Vielleicht ein Park oder eine Weide. Aber irgendwo kommt doch eine Sache ins Blickfeld, was nicht natürlich ist. Ich schaue in den Himmel, ich suche nach Spuren von Flugzeugen. Aber nichts ist zu sehen. Das Einzige, was nicht an diesen Ort gehört, sind wir. Wir sind der Störkörper, der Bazillus dieses Parks. Bevor ich in Selbstmitleid falle, mache ich einige Fotos, um Erinnerungen an diesen Ort festzuhalten. Ich werde es nicht zulassen, dass Alzheimer mir irgendwann diesen Augenblick wegnehmen wird.

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