Die Hochschwangere Nichte Der Eigentümerin

Heute beim Frühstück klingelte es. Die hochschwangere Nichte der Eigentümerin, die schauen wollte, was ich an der Wohnung zu beanstanden habe.

Es gibt hier eine Menge Möbel in der Wohnung, die nach Reparatur oder Müll schreien.
Stühle sind zwar – mehr als genug – in der Wohnung ca. 15 Stück. Aber glaubt mir, da möchte sich keiner mehr raufsetzen!!
Ich will nicht wissen, was alles auf den Sitzpolstern verschüttet wurde, oder wie oft sie wohl mit dreckigen Schuhen, als Leiter benutzt wurden. Davon abgesehen, dass der Stoff hier und da zerschlissen ist.
Die 2 Plastikstühle auf dem Balkon haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Heute hat man Angst sich draufzusetzen, da sie jeden Moment zusammenbrechen könnten.

Der Couchtisch wurde mit Teppichkleber gestützt und droht bei der kleinsten Belastung in sich zusammen zu klappen. Aber genug davon… dies sind nur ein paar Kleinigkeiten der Mängelliste.
Der Vormieter muß ein Penner gewesen sein.

Mein Vorschlag: Alles an „Müll“ raus aus der Wohnung! Mir scheiß egal wohin! Oder alles in eines der kleinen Zimmer rein, zuschließen, Miete kürzen!
Die Nichte machte einen Rundgang und meinte dann, sie wird mit dem „Verwalter“ sprechen.

Was sie sich wohl in der Küche gedacht hat, beim Anblick der Tassen des Vormieters, mit enormen „Wackel-Titten“ dran ?
Oder die lebende Mikrowelle, bei der man beim Öffnen umfällt, da der Schimmel darin wuchert, nachdem offensichtlich vor Monaten…Jahren? irgendetwas Essbares darin explodiert ist und die Innenwände überzog.

Das Ende vom Lied war, dass sie sich mit dem „Verwalter“ gestritten hatte, da sie = hochschwangere Frau sich ja um nichts kümmern könne. Der „Verwalter“ kam zu mir und schrieb sich noch mal alle Mängel genau auf und schickte den „Pförtner“, dass er schon mal einige Sachen aus der Wohnung entferne.

Ja, es ist gar nicht so leicht sich Izmir anzuschauen und sich für einen Praktikumsplatz vorstellen zu gehen, da man vor lauter Putzen, Warterei und Aufpasserei auf Service-Menschen schwer aus der Wohnung kommt 😉

Heute habe ich aber wenigstens zum ersten Mal das Meer hier gesehen, welches nur ca. 5 Minuten von der Wohnung entfernt ist.

Ich machte einen schönen langen Spaziergang die Promenade entlang, bis nach Konak und zurück.
Männer die am Ufer Fischen, Paare, die sich heimlich küssen, alte Leute die Sonnenblumenkerne knacken.

Am Konak Pier dann schön in einem Cafe von „Home Store“ am Meer gesessen, einen Kaffee in der Sonne genoßen und den Möven zugeschaut.
Ach, es kann doch noch schön werden….

Konak

4 Gedanken zu „Die Hochschwangere Nichte Der Eigentümerin“

  1. Ich habe Deinen Thailand- Blog mit Interesse verfolgt, weil ich selbst in Thailand wohne.
    Bei Deinem Türkei- Abenteuer kommt nun die Frage auf, warum Ihr diese Wohnung trotz der augenscheinlichen Unbewohnbarkeit angemietet habt.

  2. @Manus
    Ja, Du hast recht, dass kann man so erst mal nicht nachvollziehen. Bei der Besichtigung, haben wir viele Mängel nicht gesehen, wir haben nur ein riesiges Appartement gesehen ( 140 qm), mit 2 Balkonen, ausreichend möbliert und wollten nicht länger bei unseren Verwandten bleiben. Als sich die Mängel summierten und wir mit unseren Verwandten darüber sprachen, wunderten sich diese nur worüber wir uns denn aufregen. Das sei ein super modernes Appartement für türkische Verhältnisse und günstig noch dazu (warm 450 Euro) und es würde doch alles geklärt werden können. Und diese „Krabbelviecher“ seien hier in Heizungs-Hochhäusern auch normal. Damit hätten alle zu tun und deswegen wird in regelmäßigen Abständen Gift verspritzt. Tja, wir hatten so einiges mit der Anpassung zu tun. 😉

  3. Ja, ich erinnere mich, Nach dem Gespräch mit Tante und Onkel wegen der „Mängel“, kamen wir uns schon fast wie überempfindliche abgehobene „Ausländer“ vor. 😆

  4. Ja, das kenne ich auch mit dem „überempfindlich vorkommen“ :) Vor allem, wenn es sich um diese türkischen Toiletten handelt :) Und die Promenade ist ein Traum, nicht wahr? Wenn man ein paar schwere Stunden in Kemeralt? hatte, ist das die optimale Entspannung… Hach, schön war´s gewesen…

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