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Meine Aufgaben als Praktikantin an der DSI

Meine Bezeichnung in der Schule war „Praktikantin in der Grundschule“ und bei den Kinder wurde ich „Helferin“ genannt. Die Kinder mussten jeden der Mitarbeiter mit Nachnamen ansprechen. Ich wollte jedoch gerne, dass sie mich mit Vornamen ansprechen dürfen, um einen Unterschied zu meiner Rolle zu verstärken. Das wurde erlaubt.

Meine Arbeit begann jeden Morgen um 8.15 Uhr als „Service-Abla“ (Abla = große Schwester) im Schulbus. Das bedeutete, dass ich an der Seite des Busfahrers für das Einsammeln der Kinder verantwortlich war und dass es im Bus nicht zu laut wurde.
Die Kleinen mussten angeschnallt, die Großen darauf hingewiesen werden. Hier fanden erste Gespräche statt und die Kinder erzählten viel von zu Hause. Die Fahrt dauerte ca. 45 Minuten. Beim Aussteigen wurde aufgepasst, dass die Kinder sicher ins Schulgelände kamen und nichts im Bus vergaßen.
Um 9 Uhr begann die Schule und vorher fanden kurze „Flurgespräche“ mit den LehrerInnen zu aktuellen Themen statt. Ich half mit bei der Unterrichtsvorbereitung, und während des Unterrichts assistierte ich den Lehrern bzw. half den Schülern, die Schwierigkeiten hatten, oder sich weigerten mitzuarbeiten. Meine Aufgaben als Praktikantin an der DSI weiterlesen

Erwartungen – die Schule und die Schüler

Beim Betreten der Schule zieht jeder seine Schuhe aus, denn in der DSI werden Hausschuhe getragen. Das hat nur den Hintergrund, dass möglichst wenig Schmutz herein getragen wird – verbessert aber gleichzeitig das Wohlfühlen.

Die Unterrichtsräume, die Küche und das Büro befinden sich alle in einem Gebäude, die Grundschule im unteren Geschoß, die Mittelstufe im Obergeschoß.
Zum Sportunterricht wird mit dem „Service-Bus“ zu einer externen Sporthalle gefahren und zum Töpfern ebenfalls zu einem nicht weit entfernten Atelier.

Die Schule befindet sich noch im Aufbau, die Eröffnung war einen Monat vor meinem Praktikumsbeginn. Somit ist zu berücksichtigen, dass alle Schüler neu auf die Schule gekommen sind. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass sie von sehr unterschiedlichen Schulen aus unterschiedlichen Ländern kommen. Dies spiegelt sich in extremen Unterschieden ihres Bildungsstandes, besonders in den Kernfächern, wieder.
Die DSI hat eine Grundschule, in der jeweils die 1.und 2. , sowie 3. und 4. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Das hat seine Vor- und Nachteile.
Positiv ist, dass dadurch ein klassenübergreifendes Gruppengefühl entstehen kann, das gefördert werden soll.
Negativ dabei ist, dass sich die Grundschullehrerinnen oft überfordert fühlen, besonders in den Kernfächern wie z.B. Mathematik, den Lernstoff getrennt zu vermitteln. Erwartungen – die Schule und die Schüler weiterlesen