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Unsere große Sri Lanka Tour mit einem Tuk Tuk – Teil 1

Wir haben mit unserem Tuk Tuk Fahrer am Vortrag eine Tagestour vereinbart, damit wir mehr von der Umgebung abseits der Touristenpfade sehen und erleben können. Was wir auf der Tour gesehen haben und wer uns alles begegnet ist, könnt ihr hier lesen.

Aller Anfang ist schwer:
Um 10 Uhr nach dem Frühstück sind wir gut ausgerüstet mit Kameras und Wasser in den Tuk Tuk eingestiegen. Es ging mitten in den Urwald und direkt zum Koggalla See. Der ist so wundeschön, dass wir uns eine Bootsfahrt vorstellen können, doch eine Nicht-typisch- touristische Bootsfahrt zu arrangieren..mmh.. schwierig. An der Ersten Anlagestelle wo unser Fahrer Sunil stoppt warteten schon die typischen Abschlepper: breites Grinsen unter der Nase, Dollarzeichen in den Augen und das Rascheln der Rupie in den Ohren. Zu allem Überfluss war die Anlegestelle an einem Herbals and Spiece Garden – da sollte man sofort misstrauisch sein.

Als die Schmalzlocke dann noch den Preis für die Fahrt nennt, ist klar: er denkt wir sind doof wie ein Toastbrot und er ist Einsteins würdiger Nachfolger. 4500 Rupien soll der Spaß kosten: ca. 30 Euro. Obwohl uns klar ist, auch ohne ein Wort miteinander zu wechseln, dass wie die Fahrt nie machen werden, spielen das Spiel mit: Wir handeln. Wir sagen nur, es ist zu teurer und schon liegt der Preis bei 4000 Rupien. Wir sagen, dass eine Stunde viel zu kurz ist. Plötzlich wird die ganze Sache verlängert und der Preis sinkt auf auf 3500 Rupien!

Danach ist und trotzdem klar: Es ist zu teurer. Als wir den sinnlosen Handel abbrechen, bekommen wir zur hören, dass wir Freunde des Hauses seien und man mit uns die Fahrt für 2500 Rupien anbieten möchte. Das scheint wohl der echte Preis zu sein. Wirklich? Eher nein. Absolut nein!

Wir lehnen dankend ab und gehen wieder zurück zum Tuk Tuk. Im Tuk Tuk sagen wir zu unserem Fahrer, das wir nicht an solchen touristischen Attraktionen interessiert sind. Er versteht und grinst etwas verschmitzt. Er hat verstanden und jetzt kann die Tour richtig los gehen.

Auf den Straßen Sri Lankas

Wir fahren durch verschiedene Ortschaften im Süden, bei Tag und bei Nacht. Der Verkehr auf Sri Lanka ist ein Erlebnis für sich. Die Engländer haben in der Kolonialzeit dafür gesorgt, dass auf dieser wunderschönen Insel Linksverkehr herrscht. Es sind immer viele der insgesamt mehr als 2 Millionen Tuk Tuks unterwegs und es begegnen einem auch viele Oldtimer: VW Käfer, Peugot 404 oder Citroen 2CV und viele weitere Fahrzeuge, die wir nicht kennen.

Die rasanten und teilweise waghalsigen Überholmanöver sind gewöhnungsbedürftig. Es gibt anscheinend eine Rangordnung auf den Straßen, die mit der Größe des Wagens zusammenhängt.
Unser Wagen schiebt sich hupend, langsam am vorfahrenden Wagen rechts vorbei. Dieser weicht langsam nach links aus. Solange kein Gegenverkehr kommt, ist alles kein Problem.
Kommt doch Einer entgegen, beginnt ein großes Hubkonzert. Je nach Geschwindigkeit und Größe des Gegners, bremst entweder der ab, oder man selbst gibt klein-bei, bremst ab und reiht sich wieder hinten ein. Natürlich wird die ganze Zeit ordentlich weiter gehupt!

Die Hupe ist hier, wie in den meisten Entwicklungsländern (Thailand, Türkei,..etc.)
das wichtigste Instrument auf der Straße:
– Achtung ich überhole!
– Danke, fürs vorbei lassen.
– Bitte, ich mach gerne Platz.
– Fußgänger, pass auf!
– Hallo!
– Tschüss!
– Hund, verschwinde von der Straße!

In der Nacht wird grundsätzlich mit Fernlicht gefahren. Ausschalten bei Gegenverkehr?
Nö, wieso das denn?

Fahrräder haben nur in seltensten Fällen Licht. Viele Fahrradfahrer fahren deswegen Nachts einhändig und halten in der anderen Hand ein Licht. Auch Fußgänger sind des Nachts schwer zu erkennen – vor allem zwischen den Orten, wo die Straßenbeleuchtung nur spärlich, wenn überhaupt, vorhanden ist. Deshalb halten auch viele von ihnen ein Licht in der Hand.

Auffällig viele rote Werbebanner mit der Aufschrift: „Airtel“ begegnen uns unterwegs. Ein Handykartenbetreiber.

Weiterhin sind viele weiße Pagoden zu sehen und immer wieder stehen bunt blinkend beleuchtete Glaskästen am Straßenrand, in denen Buddha-Statuen aufgestellt sind.
Die meisten Menschen hier kleiden sich ebenfalls farbenprächtig: Frauen in Saris und tragen Regenschirme Sonnenschirme, damit ihre Haut nicht dunkler wird. Denn helle Haut ist hier gefragt und die Singalesen unterscheiden sich nur gering in ihrer Hautfarbe und besonders in dörflichen Gegenden haben die nur etwas dunkleren schwer einen Partner zu finden.

Männer tragen übrigens auch ein Tuch umgebunden: einen Sarong.

Die Früchte des singalesischen Paradieses

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Nach dem tollen Frühstück im Garten, haben wir uns ein Tuk-Tuk genommen und ab ging es zum Einkaufen. Ein paar Früchte zur Mittagszeit wären nicht schlecht. So werden wir von unserem Tuk-Tuk-Fahrer zu Ständen gefahren, wo er auch selbst einkauft.

Welche Früchte wir hier auf Sri Lanka gekauft haben?

Rosenäpfel: sehen aus wie rosarote Birnen und schmecken frisch fruchtig nach einem Gemisch aus Melone und Apfel.

Passionsfrüchte: mit einem Löffel löffelt man das glibberige, süß-saure Fruchtfleisch heraus.

Soursop: auf Deutsch wird die stachelige Frucht auch Sauersack genannt. Man pflückt die Frucht und lässt sie einige Tage liegen, bis sie weich wird. Sie erinnert an den Geschmack von fruchtigem Kaugummi.

Papaya: Hier ist sie nahezu kernlos und wird mit Limettensaft beträufelt.

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Die Tuk-Tuk-Mafia auf Sri Lanka

Unsere Villa liegt mitten im tropischen Dschungel. Beim Frühstück im Garten springen über unseren Köpfen Affen von Palme zu Palme und wunderschöne bunte Vögel kommen vorbei geflogen. Zu Fuß kommt man in gut 15 Minuten zum Stand. Der Pförtner kann aber auch für die Lauffaulen ein Tuk-Tuk bestellen, denn die Fahrt zum Stand ist hier im Preis enthalten.

Die Tuk-Tuk-Fahrer sind ganz heiß drauf, die ganze Palette an touristischen Dienstleistungen anzubieten und machen den Reiseleitern mächtig konkurrenz: Sie bieten die gleichen Touren zum günstigeren Preis an. Und lassen auch nicht locker. Die Tuk-Tuk-Fahrer, die für den Strandtransfer zuständig sind, haben sich offenbar zu einem Tuk-Tuk-Clan zusammen getan. Da es immer die gleichen Fahrer sind und sie ein “Nein“ nicht für voll nehmen, wurde die Strandfahrt nach kurzer Zeit anstrengend:
Tour zum Nationalpark? Nein.
Tour nach Galle? Nein.
Juwelen kaufen? Nein.
Masken kaufen? Nein!
Tour zum Koggalla See? Nein!
Tour de France? Non! Wolle Rose kaufen? …
Das Angebot der Tuk-Tuk-Fahrer scheint unerschöpflich zu sein.

Wir merkten schnell, dass dies, wenn es so weiter geht, sehr anstrengend werden könnte, also haben wir uns für die Zeit hier auf Sri Lanka die Aufgabe gestellt: uns in Gelassenheit zu üben.

So freuen wir uns von nun an auf weitere Tuk-Tuk-Fahrten mit immer wieder den gleichen Tour-Angeboten..

Bei einer Fahrt zum Strand wird unser Fahrer am Straßenrand von unserer herzallerliebsten Nervbacke „Nalin“ zum Anhalten gezwungen. Die Tuk-Tuk-Mafia auf Sri Lanka weiterlesen

19.12.09 – Tour: In Den Süden Chumphons

Unser Tuk Tuk Fahrer Mr. Lampong kommt pünktlich um 10 Uhr ins Ressort gefahren, um uns einzusammeln.

Als erstes Ziel haben wir uns den Mu Ko Chumphon Nationalpark ausgesucht. Der liegt ca. 20 km südlich von Chumphon. Wir treten den Rundgang an, dieser verläuft auf Stegen über Wasser durch einen Teil Mangroven Wald.  (Dieser wächst in einem Bereich aus Süss- und Meerwasser Mix). Interessante Pflanzen und – wenn man Glück hat – auch Tiere sind zu entdecken. Während ich verzweifelt einen Vogel mit dem Objektiv verfolge entdecke ich einen großen Varan. was wir noch alles auf unserer Tour entdecken…

12.12.09 – Ayutthaya

Es wird Zeit Bangkok und dieses wunderbare Hotel: „Four Wings“ zu verlassen. Man sollte dieses Hotel über eine Booking Agency im Internet buchen, da die Preise direkt vor Ort doppelt so hoch sind. Wir fahren mit Sack und Pack zum Hauptbahnhof „Hua Lamphong“ und buchen die 3. Klasse nach Ayutthaya. 15 Baht pro Person. Das sind umgerechnet ca. 30 Cent. In Bangkok starten und enden alle Züge aus den verschiedenen Richtungen des Landes. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen.

Unser Zug ist schon da und wir suchen uns Sitzplätze, in der 3. Klasse kann man keine reservieren, also schnell rein, wer zuerst kommt, malt zuerst. 12.12.09 – Ayutthaya weiterlesen