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Der Tag danach: Lazy Day nach dem Yala Nationalpark

Ein Tag im Yala Nationalpark (Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4) kann einen ordentlich schaffen. Wenn man ständig aufmerksam ist und alle Eindrücke erfassen will, ist man nach einem Tag vollkommen geschafft. Die Hin- und Rückfahrt war ebenfalls ermüdend. Daher sind wir am nächsten Tag vollkommen geschafft und haben kaum Lust, uns zu bewegen. Umso schöner ist es, einen kleinen, privaten Garten hinter dem Haus zu haben und in der Stille Energie zu tanken.

Nach der Dusche im freien Himmel, gehen wir zum Frühstück. Neue Gäste sind angekommen, jedoch ist jeder ruhig und entspannt beim Frühstück. Keine lauten Menschen, man spürt, dass die Menschen hier wirklich Ruhe suchen und auch wollen. Die Kellner sind wie immer sehr aufgeschlossen, zuvorkommend und sehr aufmerksam. Wir bekommen wieder einen frischen Saft auf den Tisch gestellt und am Buffet ist es wieder sehr singalesisch. Der Tag danach: Lazy Day nach dem Yala Nationalpark weiterlesen

Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 3)

Nach der epochalen Zeitreise ins alte, und ursprüngliche Sri Lanka, sitzen wir wieder im Bus und werden zum nächsten Ort gefahren. Während der Fahrt frage ich mich, wie die Frau die Maske nach Hause bringen wird. Für einen Hackenporsche ist dieses Ungetüm viel zu groß. Wir kommen an einem Hotel an. Der Guide erklärt uns, dass wir hier etwas essen können und sollten, da es im Park nichts zu essen gibt. Das wäre die letzte Chance. Da wir ohnehin schon Mittag haben und lange nichts gegessen haben, kommt uns das ganz gelegen. Yala Nationalpark – Einzigartige Eindrücke (Teil 3) weiterlesen

Sri Lanka by Tuk Tuk – Teil 6

Wir tuckern weiter durch den Urwald durch die unberührte Natur und ab und zu sieht man ein paar Affen, die sich über unseren Köpfen hin und her schwingen. Die Mittagszeit ist nun langsam überstanden aber wir merken, dass wir langsam müde werden und eine Pause brauchen.

Sunil möchte uns jedoch noch vorher eine Teeplantage zeigen und so halten wir noch durch. Auf dem Weg raus aus dem Urwald, zur nächst größeren Strasse, fällt uns noch eine kleine versteckte Hütte am Wegesrand auf, von wo aus uns ein alter Mann winkt. Er hat ein Schild vor der Hütte und wir fragen Sunil, was er anbietet.
Das sei nur ein Horoskop-Mann, winkt Sunil ab und fährt weiter.
Wie teuer?
Sunil bremst ab und ruft Richtung Hütte und der alte Mann ruft zurück.
500 für uns Beide.
Wir entscheiden uns auch dieses Erlebnis mitzunehmen, warum nicht ?!
Ein fast zahnloser, alter Mann empfängt uns an der Tür. Zwei ebenfalls zahnlose Frauen mit zerstruppten Haaren huschen kichernd und interessiert beobachtend im Hintergrund umher.
Wir sitzen in der kleinen Bretterbude und überall liegen alte, große Bücher herum.
Erdal beginnt mit der Sitzung und der Horoskop-Mann beginnt aus seinen Händen zu lesen…..

Ca. 1,5 Std später sind wir Beide fertig. Mit der Übersetzung gab es hier und da Schwierigkeiten, da der Horoskop-Mann nur schlecht Englisch sprach und so Sunil als Übersetzer fungierte, der aber auch nicht immer wußte, wie er es genau übersetzen kann. Aber mit viel Umschreibungen sind wir nun schlauer geworden. Zum Abschluß knüpft er für Julia noch eine Art Armband und singt ein Schutz-Mantra.
Wir werden sehen…

Sri Lanka by Tuk Tuk – Teil 3

Wir springen wieder auf und es geht weiter zur nächsten Station auf unserer Route: eine Anlegestelle der Fischer. Hier sind kleine Fischerboote in verschiedenen Farben, die Netze sind gespannt und liegen bereit für die nächste Angeltour. Die Fischer nennen diese kleinen Boote „Katamaran“.
Katamaran am Koggala See
Jedoch sind es eher Ein-Mann-Kanus mit einem Ausleger, um beim Fischen nicht das Gleichgewicht zu verlieren und zu kentern. In den Kanus kann man auch nicht richtig sitzen, da sie einfach mal absolut schmal gebaut sind. Man kniet eher oder sitzt auf der Seite des Kanus: Der Fischer arbeitet, er will keine Bootstour machen, sondern seinen Lebensunterhalt verdienen…

Unser Fahrer Sunil fragt uns, ob wir nicht eine kleine Tour mit einem Katamaran machen möchten. Und hier kostet es uns: nichts. Anfangs skeptisch, willigt Julia ein und setzt sich ein Kanu. Aber weil sie nicht alleine fahren möchte, meint Sunil, er werde sie beleiten und sagt zu mir, ich solle keine Angst haben, er bringe mir meine Frau gesund und froh wieder zurück. Ich lache nur und nehme Julia alle Utensilien ab.

Nachdem Julia sich in das Kanu gesetzt hat, schiebt Sunil das Teil mit der Hilfe von den anderen Fischern ins Wasser. Alle tragen sie Sarons und kichern vor sich hin. Schließlich ist das Boot im Wasser und Sunil versucht sich ins das Boot zu hocken. Sunil macht den ersten Schritt ins Boot und langsam nähert sich die obere Kante der Wasseroberfläche, er hebt den zweiten Fuß nur hoch und das Boot setzt auf dem flachen Grund auf… jede weitere Bewegung und das Boot kentert.
Julia lacht zwar, aber ich sehe die Angst in ihren Augen und ich habe nun den Eindruck, dass meine Frau nicht mehr gesund und fröhlich zurück kommen wird.
Titanic ick hör‘ Dir tapsen!
Nach der kurzen Anfahrt auf dem Kogalla See wird kehrt gemacht und der Ausflug geht weiter.

Unsere große Sri Lanka Tour mit einem Tuk Tuk – Teil 2

Am Koggalla See entlang fahren wir zu den Fischerdörfern. Sunil, unser Fahrer, lebt hier seit seiner Geburt. Jeder, der uns auf dem Weg begegnet, grüßt Sunil. Alle mit strahlenden Augen und breitem lächeln, das teilweise schöne Elfenbein farbene Zähne zum Vorschein bringt, aber auch Ruinen zeigt. Die Engländer haben hier, so scheint es, ihre Spuren hinterlassen.

Als erstes machen wir halt beim „Fisherman“.
Er hat in seinem Garten in Stein gehauene Wannen, in denen Krebse, Langusten, Garnelen und anderes Seegetier darauf wartet, auf den Tischen der Hotels zu landen: ausschließlich Hotels seien die Käufer. Die Landbevölkerung ernähre sich eher vom Dried Fish, also getrocknetem Fisch. Krustentiere aus dem See gäbe es nur bei besonderen Anlässen, wie Sunil versichert.

Wir fragen nach dem Preis für die Riesengarnelen, King Prawns, und bekommen riesige Augen, als wir 1500 Rupien, knapp 10 Euro, für das Kilo hören. Das sind ca. 50 bis 60 Garnelen.
Im Hotel kosten 10 Garnelen 650 Rupien verzehrfertig zubereitet.

Zum Vergleich: Ein Koch hat hier einen Tagessatz von 100 Rupien. Der Koch muss 2 Wochen für ein Kilo Garnelen arbeiten, der Besucher Sri Lankas freut sich trotzdem über die billigen King Prawns…

Alleine hier werden die Verhältnisse und Verdienstgefälle sehr deutlich.

Unsere große Sri Lanka Tour mit einem Tuk Tuk – Teil 1

Wir haben mit unserem Tuk Tuk Fahrer am Vortrag eine Tagestour vereinbart, damit wir mehr von der Umgebung abseits der Touristenpfade sehen und erleben können. Was wir auf der Tour gesehen haben und wer uns alles begegnet ist, könnt ihr hier lesen.

Aller Anfang ist schwer:
Um 10 Uhr nach dem Frühstück sind wir gut ausgerüstet mit Kameras und Wasser in den Tuk Tuk eingestiegen. Es ging mitten in den Urwald und direkt zum Koggalla See. Der ist so wundeschön, dass wir uns eine Bootsfahrt vorstellen können, doch eine Nicht-typisch- touristische Bootsfahrt zu arrangieren..mmh.. schwierig. An der Ersten Anlagestelle wo unser Fahrer Sunil stoppt warteten schon die typischen Abschlepper: breites Grinsen unter der Nase, Dollarzeichen in den Augen und das Rascheln der Rupie in den Ohren. Zu allem Überfluss war die Anlegestelle an einem Herbals and Spiece Garden – da sollte man sofort misstrauisch sein.

Als die Schmalzlocke dann noch den Preis für die Fahrt nennt, ist klar: er denkt wir sind doof wie ein Toastbrot und er ist Einsteins würdiger Nachfolger. 4500 Rupien soll der Spaß kosten: ca. 30 Euro. Obwohl uns klar ist, auch ohne ein Wort miteinander zu wechseln, dass wie die Fahrt nie machen werden, spielen das Spiel mit: Wir handeln. Wir sagen nur, es ist zu teurer und schon liegt der Preis bei 4000 Rupien. Wir sagen, dass eine Stunde viel zu kurz ist. Plötzlich wird die ganze Sache verlängert und der Preis sinkt auf auf 3500 Rupien!

Danach ist und trotzdem klar: Es ist zu teurer. Als wir den sinnlosen Handel abbrechen, bekommen wir zur hören, dass wir Freunde des Hauses seien und man mit uns die Fahrt für 2500 Rupien anbieten möchte. Das scheint wohl der echte Preis zu sein. Wirklich? Eher nein. Absolut nein!

Wir lehnen dankend ab und gehen wieder zurück zum Tuk Tuk. Im Tuk Tuk sagen wir zu unserem Fahrer, das wir nicht an solchen touristischen Attraktionen interessiert sind. Er versteht und grinst etwas verschmitzt. Er hat verstanden und jetzt kann die Tour richtig los gehen.

Ayurveda auf Sri Lanka

Ayurveda kommt aus Sri Lanka?
Ursprünglich kommt es aus Indien und wird daher neben Sri Lanka auch vorwiegend dort aber auch in Nepal angewendet.
Vorsicht im Urlaub vor den sogenannten „Spice oder Herbal Garden“ viele haben das Geschäft mit den Touristen gerochen und es werden hier horrende Preise verlangt. (Am Ende des Artikels zwei seriöse Einkaufstipps von uns.) Denn die meisten Touristen auf Sri Lanka sind Ayurveda-Touristen. Das war uns vor unserer Reise nicht wirklich bewußt, aber vor Ort wird man damit ständig konfrontiert. Also wollten wir nun auch mal sehen, was es damit auf sich hat und fingen an uns zu informieren.

Ayurveda was ist das überhaupt?
Ayurveda ist eine alte indische Heilkunst die übersetzt: „Wissen vom Leben“ oder „Lebensweißheit“ bedeutet.
Es kommt aus dem indischen Sanskrit: Ayus= Leben, Veda= Wissen. Im Ayurveda geht man davon aus, dass Gesundheit, wie auch Krankheit sich aus einem Zusammenspiel von mentalen, physischen, emotionalen und auch spirituellen Aspekten zusammensetzt.

Drei große Lebensenergien „Doshas“ beeinflussen uns:
– Vatta
– Pittha
– Kappha

Auf die Bedeutung der einzelnen Doshas werde ich ein andermal eingehen.

Jeder Mensch hat diese drei Lebensenergien in seinem Körper und ist man gesund, sind alle drei in einem Gleichgewicht. Oft ist es allerdings der Fall, dass eine oder zwei der Doshas dominieren. Wenn es also zu einer Ayurveda-Behandlung kommt, geht es darum, Faktoren, die für dieses Ungleichgewicht zuständig sind, zu erkennen und zu vermeiden. Hierbei spielt die Ernährung eine sehr große Rolle, denn im Ayurveda wird der menschliche Körper als Produkt von Essen gesehen.

Wir waren auf Sri Lanka in verschiedenen sogenannten Spice oder Herbal Gärten und dachten uns immer wieder, wen wollen die verarschen?
Schließlich haben wir einen seriösen Ayurveda-Shop gefunden. Sucht Euch besser auch einen normalen Ayurveda Einkaufsladen. Dort gibt es ein weitaus größeres Warenangebot und von der Regierung festgeschriebene aufgedruckte Preise, die SEHR günstig sind!

Wir waren in Galle:
B. Ponnamperuma
Centre for Indigeneous (Ayurvedic)
MEDICINES & DRUGS
– No.34 , Kithulampitiya Road, Kalegana, Galle
oder
-No.25 Olcott Mawatha, Galle