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Am Strand von Santa Maria – sind wir auf Mallorca oder was?

Nach einem recht übersichtlichen Frühstück, mit miesem Kaffee brechen wir auf, um uns die Umgebung anzuschauen.
Wir laufen Richtung Westen, da wir uns schon eh fast am äußersten Zipfel der Insel Sal befinden. Die Straße endet und wir laufen weiter durch den Sand über den Strand bis zur Südwest-Spitze Sals. Die Sonne scheint und der Wind pustet kräftig. Wir bleiben hier eine Weile und genießen die Sicht auf das Meer, Am Strand von Santa Maria – sind wir auf Mallorca oder was? weiterlesen

Von Boa Vista nach Sal

Heute fliegen wir auf die Insel Sal. Sal liegt nördlich von Boa Vista und ist in einer Flugzeit von 15 Minuten zu erreichen.

Wir checken also aus unserem Hotel aus und fahren mit dem Taxi zum Open-Air-Flughafen.
Es sind nicht viele Fluggäste da, die mit uns in der Wartehalle sitzen. Dafür Mengen an Kisten mit Orangen, die mit uns nach Sal fliegen sollen.
Als wir endlich in das Flugzeug können wird uns doch etwas mulmig. Von Boa Vista nach Sal weiterlesen

Ab auf die Kap Verden

Um drei Uhr in der Nacht geht es los. Wir stehen früh auf und sind voller Erwartungen: Sonnenschein statt graues Einheitswetter, Sand unter den Füßen statt Matsch an den Schuhen, T-Shirts und Polohemden statt dicke Winterjacken und nicht zu Letzt einen Rucksack mit dem Nötigsten auf den Schultern statt Laptoptasche und Aktenordner.

Die Kap Verden versprechen uns nicht nur eine Flucht aus dem Alltag und rein in den Urlaub. Sie versprechen uns vor allem die Flucht aus dem Februar. Kein Monat im Winter wirkt so erdrückend auf uns: Der Dezember ist gefüllt mit Lebkuchen, Keksen und Weihnachten. Der Januar startet durch den Jahreswechsel fröhlich und manchmal auch mit guten Vorsätzen. Aber der Februar? Der kürzeste Monat im Jahr, aber der längste für uns. Manchmal denken wir, der Valentinstag wurde nur erfunden, um dem Februar zu ertragen.

Adeus Hamburg
Aber lange genug über den Februar geredet, es ist kurz vor halb vier. Die Rucksäcke sind gepackt, die Wohnung auf Vordermann gebracht und das Taxi steht vor der Tür… Bom Dia, Capo Verde!

Mit dem Taxi geht es zum Flughafen Hamburg, der sich trendy Hamburg Airport nennt. Großer Name, übersichtlicher Flughafen. Wir steigen am Terminal 1 aus und uns erwartet eine fast Menschen leere Halle. Am Check in Schalter der TUIfly stehen bereits einige Urlauber: Viele Rentner, einige Familien mit kleinen Kindern und einige einzeln Reisende mit dem Ziel Boa Vista oder Sal. Flieger bringt uns zuerst nach Boa Vista und danach fliegen einige weiter nach Sal.

Laberlocke
Wir stellen uns hinten an und schieben unsere Rucksäcke Richtung Schalter, wenn es voran geht. In der Schlange fällt uns ein Typ auf. Auf unseren Reisen in Deutschland, Europa und im Rest der Welt sind uns einige Typen von Reisenden aufgefallen. Dieser gehört zur Gattung der Nervensystem zerstörenden Spezies. Kurz gesagt, der Kerl ist eine Nervensäge.

Zwischen ihm und uns sind zum Glück ein Einzelgänger, nennen wir ihn Dude, und ein älteres Pärchen. Das Pärchen spricht er erst gar nicht an. Aber der Dude ist ein ideales Opfer.

Aber woran erkennt man eine Nervensäge? Immer versucht dieses Wesen jeden anzuquatschen und nicht ein Gespräch über Wetter und Klima führt, sondern ausschließlich sich selbst präsentiert. Genau so ist auch unser neuer Freund, der als Kind in einen Topf Kaffee gefallen zu sein scheint. 

„Hey Mann, alles gut?“
„Ja, schon OK.“
„Alles cool. Alles cool. Bist du Surfer oder Kiter?“
„Ich surfe.“
„Oh du Armer, also ich kite, weil den Wind auf den Kap Verden sollte man nicht verschenken … Bla… Bla… Bla“

Und so geht es weiter und der Dude sucht nach jeder Möglichkeit, jedem Strohhalm, um dem Monolog der Selbstbeweichräucherung zu entkommen. Aber er hat keine Chance.

„Laberlocke.“, sagt Julia plötzlich mit einem verschmitzten Lächeln.
„Was?“
„Laberlocke. Der Typ heißt ab jetzt Laberlocke.“
„Soviel Glück wie wir haben, sitzt er neben uns.“

Währenddessen geht es weiter voran und endlich sind wir auch dran. Wir geben unsere Rucksäcke auf und bekommen die Bordkarten. Das war es erstmal. Oder doch nicht? Die Checkinfrau sagt uns, unsere Rucksäcke seien als Sperrgut auf zu geben. Wir sollen zur Sperrgutannahme gehen… Mit Rucksäcken?

Egal, wir geben unser Gepäck dort ab und jetzt einen Kaffee trinken…

Vorbereitung Kap Verde

Dieses Jahr geht es auf die Kap Verden. Da die Entscheidung relativ kurzfristig gefallen ist, verläuft die Planung auch entsprechend aber wir sind guter Dinge. Wir freuen uns die, für uns neue, kreolische Kultur kennenzulernen, mit den typischen Essgewohnheiten und Gepflogenheiten.

Den Hin- und Rückflug haben wir bereits gebucht. Einen Abend lang haben wir lange nach günstigen Flügen recherchiert*. Das Ergebnis: Der Hinflug kostet uns zum Beispiel zu Zweit gesamt 368 Euro. Ich denke das ist ein guter Preis hinsichtlich der Kurzfristigkeit. 30 Euro davon hätte man noch sparen können, wenn einem egal ist welche Sitzplätze man dann am Tag des Abfluges bekommt – wo man dann sitzt und ob man dann noch nebeneinander Sitze bekommt. Auf Grund der Vorausschau und nur noch wenigen freien Sitzplätzen nebeneinander, haben wir uns zum reservieren entschieden. Wir landen auf der Insel Boa Vista und fliegen zurück von der Insel Sal aus. Wo es uns in der Zeit dazwischen hinverschlägt, wissen wir noch nicht. Ein Fährverkehr zwischen den Inseln besteht zwar (nicht zwischen Allen Inseln) aber nicht täglich und überhaupt auch sowieso nicht unbedingt. So werden wir wohl auf den Flugverkehr zwischen den Inseln umsteigen.

Was Reiseführer angeht waren wir mit der bestehenden Auswahl etwas unzufrieden, nun haben wir uns trotzdem entsprechende Literatur besorgt und lesen uns ein. Uns fällt beim Lesen auf, dass die Art, wie über die Kap Verden geschrieben wird, insgesamt nicht gerade freudig ist. So dass wir ein missmutiges Gefühl bekamen und ins Grübeln kamen, ob es das Richtige Reiseziel für uns ist. Nun, wir haben uns entschieden, dass wir unsere eigene Erfahrungen auf den Kapverdischen Inseln machen wollen und hoffen Besseres berichten zu können. Wir lassen uns überraschen.