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Der Schulweg – am Meer entlang

Meine wöchentlichen Morgende haben nun eine Rhythmus hier in Izmir gefunden.
Um 8 Uhr verlasse ich unser Appartementhaus, wünsche unserem „Verwalter“ der unten sein Geschäft hat :Guten Morgen = „Günayd?n!“
und Laufe zu der nächsten Straßenecke, die mit dem Servicebusfahrer verabredet ist.

Überall an den Straßenrändern und Ecken warten Schüler und Schülerinnen, Angestellte und Arbeiter auf ihrer jeweiligen Servicebusse.
Ich werde nach wie vor von den Menschen interessiert aber unaufdringlich beäugt.
Gegen 8:15 Uhr kommt mein Dolmu? angewackelt, die Tür wird in der Anfahrt geöffnet und ich springe rein. Nun fahren wir die verschiedenen Appartements und Häuser auf dem Weg nach Güzelbahçe an und sammeln unsere Schüler und auch ein paar Kinder von Marions Kindergarten ein.

Es ist ein kleiner Bildschirm hinter dem Fahrer angebracht, auf dem wir auf den Fahrten verschieden Kinderfilme schauen. Die ersten Fahrten über wurde jedes Mal „König der Löwen“ geschaut, immer wieder.

Wir fahren eine lange Strecke direkt am Meer entlang.
Man blinzelt den ersten Sonnenstrahlen entgegen und genießt diese wunderbare Sicht.
Es ist wunderschön so zur Arbeit zu fahren.

Izmir und Umgebung
Landkarte von StepMap
StepMap
Izmir und Umgebung

Ein Park Am Meer

Der Elektriker kam heute um sich um die Sicherung, die jedes Mal bei Spülmaschinenbenutzung raus flog zu kümmern. Dann reparierte er noch sämtliche Steckdosen, die nicht funktionierten und nun ist hoffentlich Ruhe im Karton. Elektriker sind eine ganz besonderer Schlag Handwerker. Es scheint wohl daran zu liegen, dass man einen sich einen kleinen oder großen Schlag holen kann, wenn man nicht aufpasst. Der Elektriker erklärt uns, wieso und warum die Sicherungen raus fliegen. Es läge daran, dass viele Leitungen in der Wohnung nicht geerdet seien. Also nur zwei statt drei Drähte im Kabel vorhanden sind. Vor dreißig Jahren, war das auch nicht nötig. Denn eine Waschmaschine und ein Fernseher waren das höchste der Elektrogefühle. Jetzt, wo man mehr geerdete Leitung braucht, muss saniert werden. Und unsere Eigentümerin, habe das wohl nicht gebraucht. Nach dem Gespräch und getaner Arbeit, verabschiedet sich der Elektriker und unsere Wohnung ist nun ein wenig näher an der Erde. Dank eines Kabels…

Heute sind wir dann mal etwas früher aus der Wohnung raus gekommen und sind wieder runter zum Meer. Dieses Mal spazieren wir in die andere Richtung.
Die Promenade endet nach kurzer Zeit an der Autofähren-Station Ückuyular.
Von hieraus sind wir noch ein Stück an der Straße weiter und siehe da…
Wir entdecken einen Park.

Blick in den Park

Ich bin so froh:
ein großer weitläufiger Park….
am Meer…
mit Kiesstrand…
Der Park ist naturbelassen und scheint irgendwie nicht zu dieser Stadt zu gehören.
Nur hier wirkt die Stadt etwas natürlich.

Hier und da, im Park und am Strand, stehen Picknickbänke in größerem Abstand.
An ein paar davon sitzen Familien und grillen. Ein Gruppe abgehärteter Jungs tobten am Strand umher und schwammen.
Weiter in den Park hinein, etwas versteckter, wieder verliebte Pärchen und ein paar Fischer am Meer.

Blick vom Kiesstrand im Park auf Izmir

Aber vor Allem hat man hier RUHE…. kein Autos mehr, kein gehupe…

Wir machen auf dem Rückweg halt im Marine Restaurant.

Im Restaurant, versuche ich, meine ersten Türkischkenntnisse zu benutzen und winke den Kellner herbei. Ich möchte ein Mineralwasser bestellen und sage ihm: „Bir Soda“. Er schaut mich verwundert an und ich wiederhole meine Bestellung erneut. Anschließend brachte er mir ein Bier und ein Wasser. Erdal gefällt es, dass er nun ein weiteres Bier trinken kann.

Ja, an der türkische Aussprache hapert´s offensichtlich noch 😉

Die Hochschwangere Nichte Der Eigentümerin

Heute beim Frühstück klingelte es. Die hochschwangere Nichte der Eigentümerin, die schauen wollte, was ich an der Wohnung zu beanstanden habe.

Es gibt hier eine Menge Möbel in der Wohnung, die nach Reparatur oder Müll schreien.
Stühle sind zwar – mehr als genug – in der Wohnung ca. 15 Stück. Aber glaubt mir, da möchte sich keiner mehr raufsetzen!!
Ich will nicht wissen, was alles auf den Sitzpolstern verschüttet wurde, oder wie oft sie wohl mit dreckigen Schuhen, als Leiter benutzt wurden. Davon abgesehen, dass der Stoff hier und da zerschlissen ist.
Die 2 Plastikstühle auf dem Balkon haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Heute hat man Angst sich draufzusetzen, da sie jeden Moment zusammenbrechen könnten.

Der Couchtisch wurde mit Teppichkleber gestützt und droht bei der kleinsten Belastung in sich zusammen zu klappen. Aber genug davon… dies sind nur ein paar Kleinigkeiten der Mängelliste.
Der Vormieter muß ein Penner gewesen sein. Die Hochschwangere Nichte Der Eigentümerin weiterlesen