Schlagwort-Archiv: Kap Verde

Wüstenrodeln und die Ziegelei von Boa Vista

Am Praia de Chaves kann man wunderbar wandern. An diesem Strand liegen noch nicht viele Hotelanlagen. Im Moment sind es vielleicht vier, da hat man noch seine Ruhe und kann für sich sein. Hat man das letzte Hotel Richtung Süden hinter sich gelassen, wird der Strand immer breiter und eine Wüstenlandschaft mit hohen Dünen tut sich auf. Wüstenrodeln und die Ziegelei von Boa Vista weiterlesen

Bar Naida

Zurück, mitten in Sal Rei, stehen wir vor einem kleinen orangenfarbenen Häuschen. Die Karte draußen überwältigt uns erstmal nicht, wir entscheiden uns aber trotzdem rein zu gehen.

Ein kleiner Kassentresen und zwei rote runde Plastik Tische, die ihre beste Zeit bereits hinter sich haben, wirken noch nicht sehr einladend. Ein junger Mann mit Kind langweilen sich hier gerade. Wir Grüßen und sehen, dass es noch einen weiteren Raum hinten gibt. Selbst zusammen gebastelte Holztische und gemütlich dekorierte Wände empfangen uns hier. Die Tische sind noch abgedeckt, ein Fernseher läuft und zwei weitere junge Männer hängen vor dem Fernseher rum. Ob noch nicht offen sei, fragen wir.

„Open, open!“ ist die Antwort. Bar Naida weiterlesen

Spaziergang durch Sal Rei

Ein leichter Hunger kündigt sich an. Also ran an die Kräcker. Leider sind die salzig beworbenen Kräcker eher süß als salzig. Doch nach einigen Kräckern, die aus Brasilien importiert sind, hat man sich an den Geschmack gewöhnt und der Hunger legt sich wieder.

Entspannt, ausgeruht vom langen Flug und gestärkt von den süßen Salzkräckern, geht es nun weiter zur zweiten Erkundungstour durch Sal Rei. Wir packen unsere Sachen und schlendern wieder zurück auf die Rua dos Emigrantes an unserem Hotel Boa Vista und dem chinesischen Mercado vorbei Richtung Largo Santa Isabel. Spaziergang durch Sal Rei weiterlesen

Ni Hao Capo Verde

Raus aus dem Zimmer, rein in die Stadt. Jetzt erforschen wir den Ort. Aber zuerst müssen wir uns mit dem Wichtigsten ausstatten: Wasser.

Auf den Kap Verden ist das Leitungswasser kein Trinkwasser. Daher werden wir einige Flaschen Trinkwasser besorgen. Nur wo? Einen Supermarkt hatten wir auf dem Weg zwischen Flughafen und Hotel nicht gesehen. Zu Not wird es die Tankstelle am Ortseingang. Wir fragen an der Rezeption nach einem Mercado.

„Go to the chinese there.“

Der Chinese an der anderen Seite ist ein Supermarkt. Unscheinbar versteckt und für den ortsfremden Touristen fast unscheinbar. Wir gehen über die kleine Straße und werden von einem chinesischen Mondgesicht auf portugiesisch begrüßt. Ni Hao Capo Verde weiterlesen

Bom Dia Boa Vista

Sicherheitsschleusen, Passkontrolle  und Duty Free Shops lassen wir nach unserem Kaffee schnell hinter uns. Am Gate stellen wir fest, wie müde wir sind und wie sehr uns doch die letzten Vorbereitungen geschafft haben. Wir schließen die Augen und checken aus dem Umfeld aus. Nur noch einige wenige Minuten und wir haben dann einige Stunden Ruhe, bis wir auf Boa Vista landen.

Der Flug dauert ca. 7 Stunden und wir überspringen zwei Zeitzonen. 7 Stunden, um kurz einzuschlafen, etwas zu essen und zu trinken sowie sich weiter auf die Kap Verden einzustimmen. Die Umgebung kurz mit verschlossenen Augen zu verlassen war eine sehr gute Idee, bis sich plötzlich Laberlocke laut ankündigt. Natürlich setzt sich die Nervensäge genau neben uns. Der Warteraum ist ja nicht gross genug. Augen zu und fernbleiben hat jetzt einen ganz anderen Charakter. Aber gleichzeitig schießen andere Gedanken durch den Kopf: Was, wenn er doch den freien Platz neben uns hat? Die 7 Stunden erscheinen plötzlich sehr lang…

Beißer
Das Boarding geht los. Zuerst sind die hinteren Reihen dran. Wir sind in den vorderen Reihen. Wenn Laberlocke jetzt aufsteht, sind wir ihn los. Es kommt aber nicht so. Der Typ hat Sitzfleisch ohne Ende… Oder den Platz neben uns. Schließlich werden die vorderen Reihen aufgerufen, ins Flugzeug zu steigen. Wir stehen auf und laufen zum Einstieg nach vorne. Natürlich steht Laberlocke auch auf. Natürlich.

Aber das Blatt wendet sich zu unseren Gunsten. Ein Riese steht vor uns in der Reihe und Laberlocke quatscht ihn ganz vertraut an. Die beiden scheinen sich zu kennen. Der Hüne ähnelt einer uns sehr vertrauten aber in der Kindheit Angst einflößenden Gestalt: Beißer aus den James Bond Filmen.

„Hey, alles klar Mann? Alles klar? Wann seid ihr runter gefahren? Heute? Gestern? Wann?“
„Ja.“

Die kurze Antwort bestätigt zwei Dinge: Beißer kann Laberlocke auch nicht ausstehen und er weiß, dass Laberlocke eine Nervensäge ist. Dieser hört aber nicht auf:

„Hey… Ist ja echt ein Zufall. Plötzlich so viele Sylter hier. Ich war letztens in New York und da waren plötzlich 11 andere Sylter da. Sylter sind einfach überall.“
„Ich habe die letzte Nacht wenig geschlafen und schlafe jetzt im Flieger.“
„Ja…  Alles gut, alles gut, alles gut…“

Laberlocke hat die Sylter Quatschsoße erfunden und den Zufall auch. Beißer mit Freundin im Schlepptau läuft einfach davon in seinen Proletencowboystiefeln. Dankeschön. Egal. Es geht weiter. Beißer vor uns, Laberlocke hinter uns. So sind wir im Sandwich mit Sylter Soße das Filet…

Im Flugzeug laufen wir an Beißer vorbei, der kaum in den Sitz passt. Der arme Kerl braucht mindestens den dreifachen Sitzabstand. Groß zu sein, ist wirklich manchmal ein Fluch. Weiter hinten, sind unsere Sitzplätze. Reihe 11. Laberlocke hat sich noch nicht hingesetzt. Er kommt näher mit seinem Blick auf die Reihen… Setzt er sich neben uns? Oder läuft er weiter? Schließlich läuft er vorbei und verschwindet irgendwo zwischen Reihe 12 und 15. Endlich weg!

Der Platz neben uns ist frei geblieben, so dass ich mich auch hinlegen kann. Nur eine Sache stört: Irgend eine Sau furzt die ganze Zeit. Der Flug verläuft sonst sehr angenehm. Augen zu und schlafen.

Anflug auf Boa Vista und wir kleben an den Fenstern. Karge Landschaften, Wüste, kaputte Häuser. War das die richtige Entscheidung hierher zu kommen? Der Flieger setzt auf, wir schnappen unsere Sachen und raus. Vor uns Sonne, 25 Grad, ein klitze kleiner Open-Air-Flughafen… und Beißer.

Bom Dia Boa Vista!

Gesundheit auf den Kap Verden

Was ist zu beachten und was sollte mit in die Reiseapotheke, wenn man Urlaub auf den Kap Verden macht?

Auf Grund des trockenwarmen Klimas hat man auf den Kap Verden wenige Mücken, auch deswegen herrscht hier ein deutlich geringes Gesundheitsrisiko, Insektenschutz komme trotzdem bei uns in die Reiseapotheke.

Es empfiehlt sich nur Wasser mit Kohlensäure auf den Kap Verden zu trinken, da Leitungswasser nicht trinkbar ist – auch nicht zum Zähneputzen verwenden! Von stillem Wasser wird auf Grund unachtsamer Herstellung und Lagerung ebenfalls abgeraten.

Was auf jeden Fall in unsere Reieapotheke kommt:

Durchfall kann dem Reisenden auf den Kap Verden am ehesten begegnen. Dagegen packen wir Perenterol* ein. Und um den Mineralhaushalt und Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen muss zum einen viel Wasser getrunken werden und Elotrans* eingenommen werden.

Um uns vor der Sonne zu schützen wird natürlich Sonnencreme ab LSF 20, Sonnenbrille und Sonnenhut eingepackt.

Für hoffentlich nicht auftretende Schmerzen und Fieber packen wir Ibuprofen* ein und ein Fieberthermometer.

Wunddesinfektionsspray und Pflaster sind immer dabei, sowie Pinzette, Nagelschere und -feile.

Impfungen:

Für Reisende aus Europa sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Die Standardimmunisierung sollte allerdings jeder Reisende haben. (z.B. Tetanus, Diphterie, Pertussis, Poliomyelitis, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln)

Hat man vor nicht nur im Hotel zu essen, empfiehlt sich ebenfalls eine Hepatitis A Impfung.

Vorbereitung Kap Verde

Dieses Jahr geht es auf die Kap Verden. Da die Entscheidung relativ kurzfristig gefallen ist, verläuft die Planung auch entsprechend aber wir sind guter Dinge. Wir freuen uns die, für uns neue, kreolische Kultur kennenzulernen, mit den typischen Essgewohnheiten und Gepflogenheiten.

Den Hin- und Rückflug haben wir bereits gebucht. Einen Abend lang haben wir lange nach günstigen Flügen recherchiert*. Das Ergebnis: Der Hinflug kostet uns zum Beispiel zu Zweit gesamt 368 Euro. Ich denke das ist ein guter Preis hinsichtlich der Kurzfristigkeit. 30 Euro davon hätte man noch sparen können, wenn einem egal ist welche Sitzplätze man dann am Tag des Abfluges bekommt – wo man dann sitzt und ob man dann noch nebeneinander Sitze bekommt. Auf Grund der Vorausschau und nur noch wenigen freien Sitzplätzen nebeneinander, haben wir uns zum reservieren entschieden. Wir landen auf der Insel Boa Vista und fliegen zurück von der Insel Sal aus. Wo es uns in der Zeit dazwischen hinverschlägt, wissen wir noch nicht. Ein Fährverkehr zwischen den Inseln besteht zwar (nicht zwischen Allen Inseln) aber nicht täglich und überhaupt auch sowieso nicht unbedingt. So werden wir wohl auf den Flugverkehr zwischen den Inseln umsteigen.

Was Reiseführer angeht waren wir mit der bestehenden Auswahl etwas unzufrieden, nun haben wir uns trotzdem entsprechende Literatur besorgt und lesen uns ein. Uns fällt beim Lesen auf, dass die Art, wie über die Kap Verden geschrieben wird, insgesamt nicht gerade freudig ist. So dass wir ein missmutiges Gefühl bekamen und ins Grübeln kamen, ob es das Richtige Reiseziel für uns ist. Nun, wir haben uns entschieden, dass wir unsere eigene Erfahrungen auf den Kapverdischen Inseln machen wollen und hoffen Besseres berichten zu können. Wir lassen uns überraschen.