Auf den Straßen Sri Lankas

Wir fahren durch verschiedene Ortschaften im Süden, bei Tag und bei Nacht. Der Verkehr auf Sri Lanka ist ein Erlebnis für sich. Die Engländer haben in der Kolonialzeit dafür gesorgt, dass auf dieser wunderschönen Insel Linksverkehr herrscht. Es sind immer viele der insgesamt mehr als 2 Millionen Tuk Tuks unterwegs und es begegnen einem auch viele Oldtimer: VW Käfer, Peugot 404 oder Citroen 2CV und viele weitere Fahrzeuge, die wir nicht kennen.

Die rasanten und teilweise waghalsigen Überholmanöver sind gewöhnungsbedürftig. Es gibt anscheinend eine Rangordnung auf den Straßen, die mit der Größe des Wagens zusammenhängt.
Unser Wagen schiebt sich hupend, langsam am vorfahrenden Wagen rechts vorbei. Dieser weicht langsam nach links aus. Solange kein Gegenverkehr kommt, ist alles kein Problem.
Kommt doch Einer entgegen, beginnt ein großes Hubkonzert. Je nach Geschwindigkeit und Größe des Gegners, bremst entweder der ab, oder man selbst gibt klein-bei, bremst ab und reiht sich wieder hinten ein. Natürlich wird die ganze Zeit ordentlich weiter gehupt!

Die Hupe ist hier, wie in den meisten Entwicklungsländern (Thailand, Türkei,..etc.)
das wichtigste Instrument auf der Straße:
– Achtung ich überhole!
– Danke, fürs vorbei lassen.
– Bitte, ich mach gerne Platz.
– Fußgänger, pass auf!
– Hallo!
– Tschüss!
– Hund, verschwinde von der Straße!

In der Nacht wird grundsätzlich mit Fernlicht gefahren. Ausschalten bei Gegenverkehr?
Nö, wieso das denn?

Fahrräder haben nur in seltensten Fällen Licht. Viele Fahrradfahrer fahren deswegen Nachts einhändig und halten in der anderen Hand ein Licht. Auch Fußgänger sind des Nachts schwer zu erkennen – vor allem zwischen den Orten, wo die Straßenbeleuchtung nur spärlich, wenn überhaupt, vorhanden ist. Deshalb halten auch viele von ihnen ein Licht in der Hand.

Auffällig viele rote Werbebanner mit der Aufschrift: „Airtel“ begegnen uns unterwegs. Ein Handykartenbetreiber.

Weiterhin sind viele weiße Pagoden zu sehen und immer wieder stehen bunt blinkend beleuchtete Glaskästen am Straßenrand, in denen Buddha-Statuen aufgestellt sind.
Die meisten Menschen hier kleiden sich ebenfalls farbenprächtig: Frauen in Saris und tragen Regenschirme Sonnenschirme, damit ihre Haut nicht dunkler wird. Denn helle Haut ist hier gefragt und die Singalesen unterscheiden sich nur gering in ihrer Hautfarbe und besonders in dörflichen Gegenden haben die nur etwas dunkleren schwer einen Partner zu finden.

Männer tragen übrigens auch ein Tuch umgebunden: einen Sarong.

Ein Gedanke zu „Auf den Straßen Sri Lankas“

  1. *gg* die Aufzählung der Möglichkeiten, was ein Hupen bedeuten kann ist super! Das lässt sich tatsächlich auch auf einige andere Länder in Asien übertragen. Wobei der Verkehr dort stellenweise ziemlich heftig ist. Ich habe einige Male die Augen geschlossen und mir gedacht „die werden schon machen…“ 😯

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