Vorbereitung und Abflug nach Sri Lanka

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Wir hatten uns eigentlich so die Tage vor dem Abflug eingeteilt, dass sich unter keinen Umständen der Anflug von Stress einschlich. Denn unser Abflugtag hat es in sich: Meine Eltern besuchen und beim 66. Geburtstagsfrühstück Geschenke an meinen Vater überreichen, dann mit dem Zug nach Frankfurt, meinen Freund Deniz und seine kleine Familie besuchen, zum Flughafen und endlich in den Flieger zur Sonne.

Mit jeder Flugstunde sollten wir eigentlich 3 Grad zulegen. Aber es kam dann doch ein wenig anders. Julias Pass war abgelaufen und wir bemerken es erst einen Tag vor dem Abflug! Julias Bachelorarbeit und der Stress zum Ende des Studiums zeigen jetzt seine Spuren. So wie wir die Reise gelegt haben, gleich im Anschluss an die mündliche Verteidigung, kein Wunder. Und passend dazu, wird das ganze am Freitag entdeckt. Um 13 Uhr. Und wie kann es anders sein, es ist auch die gleiche Zeit, zu der auch alle Bürgeramter schließen. Tja, dumm gelaufen für Julia, der Stress geht weiter. Aber nicht so ganz. Danke Deutschland, Deine Bürokratie ist dann doch nicht immer so schlecht:

Zum Glück gibt es ein Bürgeramt, dass auch an Samstagen offen hat. Also packen wir unsere Sachen, fahren zum Bürgeramt, holen einen vorläufigen Reisepass am selben Tag für Julia und setzen uns in den Bus mit dem ganzen Gepäck.

Danach kommt wieder die Routine. Aber mit dem Aufstehen um 7Uhr hat der Tag angefangen, der eigentlich um 10Uhr starten sollte.

Im Zug setzen wir uns ins Restaurant und es gibt keine Milch für Julias Kaffee und kein Hefeweizen für mich. Also schwenken wir zu Bionade und Pils um. Beides ohne Milch. Auf das Essen verzichten wir. Der Kellner, in dessen Gesicht mehr Metall ist, als auf den Rädern eines ICEs, ist komplett überfordert, weil es keine Milch gibt. Dann macht das Essen dort auch keinen Sinn.

Wir wechseln in die 2. Klasse und nehmen noch einen Kaffee mit. Der ist übrigens 10 Cent teurer als vor einigen Wochen. Egal.

Am Platz töten wir unseren Hunger mit dem Reiseproviant, den meine Mutter für uns, für die mongolischen Streitkräfte und für das Hofpersonal des Kaisers von China vorbereitet hat. Da niemand außer uns im Zug sitzt, dessen asiatische Gesichtszüge ihn als Mitglied der Armee oder Knecht eines Kaisers enttarnen würden, essen wir alles alleine auf.

In Frankfurt angekommen, fahren wir weiter zu Deniz, essen dort auch ganz lecker, spielen mit dem Sohn und machen uns auf den Weg zum Flughafen.

Check-in, Sicherheitskontrolle, Einstieg. Willkommen bei den hässlichsten Stewardessen der nördlichen Erdhalbkugel. Wer hat die Schabraken eingestellt? Und wer hat den in sich selbst verliebten Steward eingestellt?

Der Flug geht über Bahrain nach Colombo. In Bahrain wechselt die Crew und der ekelhafte Steward wird durch einen Sympathischen ersetzt. Die Pferdedecken weichen abgenutzten aber reichlich aufgetakelten Heuschrecken.

In Colombo wird unser Pass abgestempelt und dann geht es mit dem Bus in die kleine Anlage.

Wir bekommen einen Nachtsnack und legen uns in unser Himmelbett. Ein 36 Stunden Tag ist vorbei.

Gute Nacht.

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