Ankara – Besichtigung Atatürk-Mausoleum (An?tkabir)

Nach einem sehr enttäuschenden Frühstück in dem überteuerten Hotel sammelt uns Erdal´s Cousin ein.
Wir fahren gemeinsam durch Ankara. Man bemerkt die doch sehr enge Wohnbebauung der – seit 1923 – Hauptstadt der Türkei. Aus dem Namen Angora wurde schließlich Ankara.
Istanbul ist die größte Stadt, Ankara die zweitgrößte.

Wir parken in der Nähe des Atatürk-Mausoleums und stiefeln nach oben. Das Atatürk- Mausoleum liegt auf einem Hügel von grüner Wiese umgeben. Das Grab von Ismet Inönü liegt ebenfalls hier, er war der zweite Präsident der Türkei. Atatürks Grab befindet sich unter der Ehrenhalle. Geboren wurde er in Thessaloniki – Griechenland.

Man merkt, wie wichtig das Atatürk-Mausoleum hier ist. Aufsichtspersonal ohne Ende schreitet umher.
Heldenverehrung ohne Gleichen, es erscheint, als wäre Atatürk schon fast übermenschlich gewesen. Wie woanders Heiligenbilder, so findet man in der Türkei fast überall Atatürks Abbild: in Klassenzimmern, auf Geldscheinen und Münzen, vor öffentlichen Gebäuden, in Amtszimmern usw.

Warum ist er für die Türken so wichtig?

Fassen wir mal zusammen:
Er war ein geschickter Soldat, durch den das osmanische Reich nach dem ersten Weltkrieg nicht völlig zerschlagen wurde. Hierbei war er sicherlich nicht allein, aber so wird es einem fast vermittelt.

1923 wurde die Türkei zur Republik erklärt und Mustafa Kemal Atatürk zum 1. Präsidenten und Staatsoberhaupt gewählt. Radikal versuchte er das Land gesellschaftlich, politisch und kulturell umzukrempeln.

Die Hauptstadt wurde Ankara.

Der gregorianische Kalender, lateinische Schriftzeichen und Metrische Maße wurden eingeführt.

Es gab vor seiner Zeit keine Familiennamen in der Türkei. Diese führte er nun ein.
Die Menschen durften sich ihre Nachnamen selbst auswählen. So gab er sich selbst den Namen Atatürk = Vater der Türken.

Das Schulwesen verstaatlichte er, religiöse Schulen schuf er ab – er hatte ein distanziertes Verhältnis zum Islam.

Er trieb die Frauenemanzipation voran.

Er ließ den Koran ins Türkische übertragen und in den Moscheen sollte nicht mehr arabisch sondern auf türkisch gebetet werden.

Nach seinem Tod entwickelte sich vieles wieder zurück.

2 Gedanken zu „Ankara – Besichtigung Atatürk-Mausoleum (An?tkabir)“

  1. Er hatte nicht nur ein distanziertes verhältniss zum islam sondern sogar ein überaus feindliches.

    die verteidiger des islams sagen dann allerdings schnell einmal, attatürk sei eben ein trinker gewesen und unterstellen ihm so quasi, solche aussagen unter verminderter zurechnungsfähigkeit getan zu haben.

    also hier mal ein muster wie er über den islam dachte.

    sehr zutreffend übrigens, wie ich meine.

    also zitat: kemal Attatürk.

    „Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten
    Araberscheichs (Mohammed) und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Moslems in der
    Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt.

    Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und
    Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und
    selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender
    Kadaver, der unser Leben vergiftet“.

    ein weiters muster das er bei anderer gelegenheit gab:

    Diese Hirtenreligion eines pädophilen Kriegstreibers (Mohammed) ist der größte Klotz am Bein unserer Nation!“
    (Jacques Benoist-Méchin, „Mustafa Kemal. La mort d´un Empire“ 1954)

  2. Ich kenne die zitierten Quellen nicht. Aber Grundsätzlich sollte es jedem selbst überlassen werden, welche Beziehung man zu Gott und zur Religion pflegt.

    Zwischen Privatmensch Mustafa Kemal und Staatsmann Atatürk sollte man dabei auch unterscheiden.

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