… und was macht Erdal die ganze Zeit? Einen Job suchen!

Im zweiten Teil geht es auch um die zweitwichtigste Sache: Annerkennung von Abschlüssen und Arbeitserlaubnis. Wie man dieses Problem beseitigt oder lösen kann, steht in diesem Artikel.

Vorneweg sollte man sich überlegen, was man an Unterlagen in die Türkei mitnimmt. Es reicht nicht, nur sein Abschlussdiplom mitzubringen, weil die Studienleistungen Fach für Fach bzw. Modul für Modul anerkannt werden. Wer das ungerecht findet, sollte sich die deutschen Regularien anschauen. Es ist nicht anders.

Daher ist es in jedem Fall empfehlenswert schon vor der Abreise alle Unterlagen, die den Studieninhalt dokumentieren, mitzunehmen. Wenn man einen Freund hat, der Türkisch kann, sollte man sich einige Passagen bzw. einen kurzen Inhaltsabriss übersetzen lassen.

Die Anerkennung ist übrigens nicht an die Staatsbürgerschaft gebunden. Auch Auslandstürken müssen sich die ausländischen Diplome anerkennen lassen. Wie meine Anerkennung ein Griff ins Klo war, schreibe ich in einem weiteren Artikel.

Wer meint, dass man nach der Anerkennung des Diploms gleich loslegen kann, sollte sich erstmal eine Arbeitserlaubnis besorgen. Als Ausländer in der Türkei einen Job zu bekommen ist sehr schwierig. Denn einige Berufgruppen sind in der Türkei für Ausländer gesperrt. Beispielsweise ausländische Ingenieure haben kaum Chancen, einen Job zu bekommen. Warum? Dank der überqualifizierten Kenntnisse, können die durchschnittlichen türkischen Ingenieure kaum mithalten. Daher sollte man sich von vornerein nicht auf Berufe bewerben, die Ingenieurschwerpunkt haben. „Berater“ oder „Experte“ sind das die besseren Berufsbezeichnungen, die man u.U. mit dem Arbeitsgeber zusammen wählt.

Gerade an diesem Beispiel zeigt sich mir ein Widerspruch in der Thematik. Man ist überqualifiziert für den Arbeitsmarkt und auf der anderen Seite muss man zeigen, dass man mit dem Diplom in der Tasche qualifiziert genug ist, um sich in der Türkei Ingenieur zu nennen, aber es nicht darf, weil man dann keinen Job bekommt.

Hat man nun alle Hürden beseitigt, kann man sich auf den Weg machen, eine Bude nach der anderen abzuklappern. Dafür sollte man sich viel Zeit mitnehmen. Wieso und warum, steht im nächsten Teil, der bald folgen wird.

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