Meine Aufgaben als Praktikantin an der DSI

Meine Bezeichnung in der Schule war „Praktikantin in der Grundschule“ und bei den Kinder wurde ich „Helferin“ genannt. Die Kinder mussten jeden der Mitarbeiter mit Nachnamen ansprechen. Ich wollte jedoch gerne, dass sie mich mit Vornamen ansprechen dürfen, um einen Unterschied zu meiner Rolle zu verstärken. Das wurde erlaubt.

Meine Arbeit begann jeden Morgen um 8.15 Uhr als „Service-Abla“ (Abla = große Schwester) im Schulbus. Das bedeutete, dass ich an der Seite des Busfahrers für das Einsammeln der Kinder verantwortlich war und dass es im Bus nicht zu laut wurde.
Die Kleinen mussten angeschnallt, die Großen darauf hingewiesen werden. Hier fanden erste Gespräche statt und die Kinder erzählten viel von zu Hause. Die Fahrt dauerte ca. 45 Minuten. Beim Aussteigen wurde aufgepasst, dass die Kinder sicher ins Schulgelände kamen und nichts im Bus vergaßen.
Um 9 Uhr begann die Schule und vorher fanden kurze „Flurgespräche“ mit den LehrerInnen zu aktuellen Themen statt. Ich half mit bei der Unterrichtsvorbereitung, und während des Unterrichts assistierte ich den Lehrern bzw. half den Schülern, die Schwierigkeiten hatten, oder sich weigerten mitzuarbeiten.

Die Schulleitung gab mir keine festen Vorgaben und war dankbar für das Einbringen neuer Ideen und deren Umsetzung. Deshalb wurden mir Sachunterrichtsstunden zur Verfügung gestellt und ich konnte Unterricht in der Grundschule selbständig planen und durchführen. Ich entschied ich mich für die Themen: Friedenserziehung und Konfliktprävention-/bewältigung. Des weiteren ging ich mit den Grundschülern 1x wöchentlich am Nachmittag zum Töpfern, ergänzte den Sportunterricht mit Spielen zur Stärkung der Teamfähigkeit und gab manchmal auch ein paar Lektionen in Mathematik.
Als problematisch konnte ich hier meinen Rollenwechsel den Schülern gegenüber – von der „Helferin“ zur Mathe-Lehrerin – beobachten.
Ich brachte eine Variante zum bisherigen „Montagskreis“ mit ein und für die Mittelstufe entschied ich mich, einen Klassenrat einzuführen.

Auch in den Pausen (10.30 – 11.00 Frühstück, 13.00 – 14.00 Mittagessen) wurde wechselnd von dem gesamten Team die Aufsichten übernommen.

Nach Schulschluss war ich wieder „Service-Abla“ und setzte die Kinder zu Hause ab. Manche wurden von mir, auf Wunsch der Eltern, bis zur Haustür begleitet. Um 16.45 Uhr endete meine tägliche Arbeit.
Nach Teamsitzungen konnte es auch 19 Uhr werden, wobei ich dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren musste.

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